Häufige Fragen
Alles, was du über emna wissen musst – verständlich erklärt.
Allgemein
Was ist emna?
emna ist eine App für Notfall- und Nachlassvorsorge. Du hinterlegst alles, was andere wissen müssen, wenn du nicht mehr da bist, nicht mehr erreichbar oder nicht mehr entscheiden kannst: Passwörter, Bankzugänge, Wünsche, persönliche Botschaften, Dokumente und mehr. Alles wird verschlüsselt bei der Sacom EDV GmbH eingelagert und nur nach deinen Regeln freigegeben.
Für welche Situationen ist emna gedacht?
emna deckt sieben Situationen ab: Tod, Koma (ab drei Tagen), gerichtliche Betreuung, Vermisst (ab zehn Tagen polizeilicher Vermisstenanzeige), Inhaftierung, Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung und den Vorsorgefall (ärztlich bestätigt, wenn du eine Vorsorgevollmacht erteilt hast). Der Katalog ist abschließend – individuelle Bedingungen gibt es nicht. Du bestimmst für jede Situation einzeln, wer Zugang bekommt. Ein Anwalt prüft anhand von Urkunden, ob die Situation nachgewiesen ist.
Was unterscheidet emna von anderen Passwort-Managern?
Passwort-Manager speichern Zugänge für deinen täglichen Gebrauch. emna ist für den Ernstfall gedacht, wenn du nicht mehr handeln kannst. Ein Anwalt prüft den Nachweis, und das zum Patent angemeldete M.I.A.-Verfahren sorgt dafür, dass sich nur öffnen lässt, was du für diese Person und diese Situation bestimmt hast – kryptographisch erzwungen.
Sicherheit & Verschlüsselung
Wo werden meine Daten gespeichert?
Das Original deiner Datenbank bleibt auf deinem Gerät. Eingelagert wird eine verschlüsselte Kopie bei der Sacom EDV GmbH – gespeichert in Deutschland, nicht in einer Cloud. Die Schlüssel liegen nicht bei uns, sondern beim Anwalt (pro Situation) und beim Berechtigten (pro Person). Wir sehen nur verschlüsselte Daten.
Kann Sacom/emna meine Daten lesen?
Nein. Wir haben keinen Schlüssel und können auch keinen erzeugen. Das ist keine Zusage, sondern kryptographisch erzwungen. Selbst wer unsere Server angreift, erhält nur verschlüsselte Daten, mit denen er nichts öffnen kann.
Was ist das M.I.A.-Verfahren?
M.I.A. steht für "Mathematical Immutable Access" – unser zum Patent angemeldetes Verfahren. Pro Eintrag legst du fest, wer ihn in welcher Situation öffnen kann. Nur bei der richtigen Kombination aus Berechtigtem und Situation gelingt die Entschlüsselung – alle anderen Kombinationen öffnen nichts. Das ist keine Einstellung, sondern kryptographisch erzwungen.
Treuhänder-System
Warum brauche ich einen Treuhänder?
Der Treuhänder ist ein Anwalt und die neutrale Instanz, die im Ernstfall anhand von Urkunden prüft, ob die Situation nachgewiesen ist. Er verwahrt den Situationsschlüssel und gibt ihn nur heraus, wenn die Nachweise vollständig sind – etwa die Sterbeurkunde im Todesfall. Einen Ermessensspielraum hat er dabei nicht.
Wer kann Treuhänder sein?
Treuhänder sind Rechtsanwälte, die dem I.C.E.-Protokoll beigetreten sind. Sie unterliegen der anwaltlichen Verschwiegenheit und handeln nach den Regeln des Protokolls. Du wählst aus dem Partnernetzwerk – und auch dein eigener Anwalt kann dem Netzwerk beitreten.
Was passiert bei der Freigabe?
Im Ernstfall meldet jemand den Fall beim Anwalt und legt die Urkunde vor (z. B. Sterbeurkunde, ärztliche Bescheinigung). Der Anwalt prüft nach dem I.C.E.-Protokoll, ob der Ernstfall nachgewiesen ist. Danach erhält der Berechtigte einen Download-Code für die verschlüsselte Datenbank und den Situationsschlüssel, dazu eine PIN, die der Anwalt persönlich durchgibt. Mit seinem Benutzerschlüssel kann er dann die für ihn freigegebenen Einträge öffnen – und nur diese.
Wie lange dauert eine Freigabe?
Der Anwalt prüft zeitnah, sobald die Urkunden vorliegen – eine feste Frist gibt es nicht. Fehlen Unterlagen, fordert er sie nach. Für Situationen, in denen es auf Minuten ankommt – etwa Allergien oder Medikation für den Notarzt –, ist das Freigabeverfahren nicht gedacht. Dafür gibt es den Notfallpass in der App.
Kann ich selbst schon zu Lebzeiten freigeben?
Ja. Mit der lebzeitigen Selbstfreigabe verlangst du von deinem Anwalt in Textform die Freigabe einer Situation. Er prüft dann nur deine Identität, danach läuft alles wie im Ernstfall. Das eignet sich für einen Probelauf mit einem unkritischen Eintrag – oder wenn du selbst übergeben möchtest, solange du noch selbst entscheiden kannst. Wichtig: Eine Freigabe ist endgültig.
Praktisches
Was kann ich speichern?
Alles, was du weitergeben möchtest: Passwörter, Bankzugänge, Versicherungsdaten, Verträge, Dokumente, persönliche Botschaften, Wünsche für die Bestattung, Anleitungen, Fotos und mehr. Du entscheidest, welcher Eintrag für wen und in welcher Situation zugänglich ist.
Muss ich regelmäßig etwas tun?
Ein wenig. Vorsorge ist nur so gut wie ihr letzter Stand. Rechne mit einer kurzen Durchsicht ein- bis zweimal im Jahr – und lagere nach jeder wesentlichen Änderung neu ein, etwa bei neuer Bankverbindung, neuem Berechtigten oder nach einem Umzug. Die Umschläge deiner Berechtigten bleiben dabei gültig.
Wie übergebe ich den Schlüssel an meine Berechtigten?
emna generiert für jeden Berechtigten einen individuellen Schlüssel (Benutzerschlüssel). Diesen kannst du z. B. ausdrucken und per Brief oder persönlich übergeben. Der Berechtigte bewahrt ihn auf; alles Weitere bekommt er erst im Ernstfall – nach der Prüfung durch den Anwalt.
Kann ich Inhalte nachträglich ändern oder löschen?
Ja, jederzeit. Du hast vollen Zugriff auf alle Einträge und kannst sie bearbeiten, ergänzen oder löschen. Damit Änderungen im Ernstfall gelten, lagerst du danach neu ein.
Was, wenn mein Partner und ich gemeinsam verunglücken?
Dann bekommt nur, wen du für die jeweilige Situation eingetragen hast. Eine Ersatzperson, die nur einspringt, wenn die erste ausfällt, gibt es bei emna nicht. Trag deshalb für dieselbe Situation eine zweite Person ein – etwa Geschwister oder ein erwachsenes Kind. Sie bekommt ihren Teil in jedem solchen Fall, also teile bewusst auf: Praktisches wie Konten, Verträge und wichtige Kontakte an beide, Persönliches nur an deinen Partner. Die zweite Person muss von emna wissen und ihren Benutzerschlüssel haben. Und dein Partner braucht seine eigene emna.
Was passiert, wenn ich mein Master-Passwort vergesse?
Zurücksetzen lässt sich das Master-Passwort nicht – auch von uns nicht. Du entscheidest selbst, ob du Recovery einrichtest: Dann erzeugt emna eine Recovery-Phrase, die du sicher verwahrst; wir kennen sie nicht. Recovery ist eine antragsgebundene, kostenpflichtige Sonderleistung. Ohne Recovery verlierst du bei vergessenem Master-Passwort nur deine lokale Datenbank. Deine eingelagerte Vorsorge besteht weiter: Im Ernstfall erhalten deine Berechtigten den zuletzt eingelagerten Stand.
Auf welchen Geräten kann ich emna nutzen?
emna gibt es für Windows und macOS. Die Apps für iOS und Android kommen in Kürze in den App Store und zu Google Play.
Was passiert, wenn es die Sacom EDV GmbH nicht mehr gibt?
Die Sacom EDV GmbH nutzt emna selbst, auch für die eigene Nachfolge. Für den Fall der Fälle regelt das I.C.E.-Protokoll: Die verschlüsselten Datenbanken gehören nicht zur Insolvenzmasse, du erhältst deine verschlüsselte Datenbank auf Verlangen heraus, und laufende Freigabeverfahren führt die Auffangtreuhänderin fort. Das Original deiner Datenbank liegt ohnehin bei dir.
Rechtliche Aspekte
Ersetzt emna mein Testament / Patientenverfügung / Vorsorgevollmacht?
Nein. emna ist kein Testament und ersetzt keine rechtlich bindenden Verfügungen. Für Erbangelegenheiten
brauchst du weiterhin ein Testament oder einen Erbvertrag. Auch Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung
müssen im Original vorliegen
Aber emna ergänzt diese Dokumente um all das, was darin rechtlich
keinen Platz findet. Und diese rechtlichen Dokumente können in emna angehängt oder deren Verwahrungsort
genannt werden.
Sind meine hinterlegten Inhalte rechtsgültig?
Die Inhalte selbst (z.B. eine Vollmacht) behalten ihre Gültigkeit – emna ist nur der sichere Aufbewahrungsort. Für rechtlich sensible Dokumente empfehlen wir dir, diese zusätzlich mit einem Anwalt abzustimmen.
Warum ist ein Treuhänder sinnvoll?
Der Treuhänder ist ein Anwalt und die neutrale Prüfinstanz. Er gibt nur frei, wenn der Ernstfall durch Urkunden nachgewiesen ist – z. B. durch eine Sterbeurkunde. So schützt du deine Daten vor vorzeitigem und unberechtigtem Zugriff.
Wie verhindert emna, dass jemand vorzeitig Zugriff erhält?
Deine Daten werden verschlüsselt, bevor sie dein Gerät verlassen. Zum Öffnen braucht es den Situationsschlüssel (beim Anwalt) und den Benutzerschlüssel (beim Berechtigten) – und den Situationsschlüssel gibt der Anwalt erst heraus, wenn der Ernstfall nachgewiesen ist. Das ist keine Einstellung, sondern kryptographisch erzwungen.
Wie steht es um den Datenschutz?
emna wird in Deutschland entwickelt und betrieben (Sacom EDV GmbH). Die verschlüsselten Datenbanken werden in Deutschland gespeichert, es gilt die DSGVO. Deine Inhalte können wir nicht einsehen – wir sehen nur verschlüsselte Daten.
Kann ein Gericht Zugriff auf meine Daten verlangen?
Wir können nur herausgeben, was wir haben: verschlüsselte Daten ohne Schlüssel. Selbst bei einer richterlichen Anordnung können wir deine Inhalte nicht entschlüsseln. Die Schlüssel liegen beim Anwalt und beim Berechtigten, nicht bei uns.
Preise & Abo
Was kostet emna?
emna kostet regulär 149 € pro Jahr (oder 16,99 €/Monat). Aktuell läuft unsere Kickstart-Kampagne mit bis zu 50 % Rabatt – dauerhaft, solange dein Abo besteht. Einlagerung und Verwahrung sind im Abo enthalten; extra kosten nur Sonderleistungen wie ein Recovery-Verfahren. Verwahrung, Prüfung und Freigabe durch deine Freigabe-Kanzlei sind ebenfalls enthalten; nur eine Beratung, die du zusätzlich bei ihr beauftragst, rechnet sie direkt mit dir ab.
Kann ich kündigen?
Ja, du kannst dein Abo jederzeit kündigen. Die Kündigung wird zum Ende der aktuellen Abrechnungsperiode wirksam. Mit dem Ende des Abos wird die eingelagerte Kopie gelöscht; deine lokale Datenbank bleibt bei dir.
Gibt es eine Testphase?
Ja, du kannst emna 30 Tage kostenlos und ohne Registrierung testen. In dieser Zeit hast du vollen Zugang zu allen Funktionen. Hiervon ist lediglich der Einlagerungsprozess ausgenommen. Nach 30 Tagen sind ohne Abo und Einlagerung keine Änderungen mehr möglich. Der Hintergrund ist, dass nur eine Einlagerung echte Sicherheit und Vorsorge schafft. Daher sollst du nach diesem Zeitraum die Entscheidung treffen, ob du emna nutzen möchtest oder nicht.
Noch Fragen?
Wir helfen dir gerne weiter. Schreib uns oder schau dir an, wie emna funktioniert.