So funktioniert emna
Das Prinzip heißt situationsbedingte Freigabe: Du legst fest, wer in welcher Situation was öffnen kann. Ein Anwalt prüft den Nachweis – erst dann öffnet sich genau das.
Festlegen
Du legst fest, wer was in welcher Situation sehen kann. Der Vorsorge-Assistent fragt nach, damit nichts fehlt.
Einlagern
emna verwahrt nur eine verschlüsselte Kopie. Das Original bleibt bei dir – öffnen kann emna sie nicht.
Nachweis
Im Ernstfall prüft ein Anwalt anhand von Urkunden, ob die Situation nachgewiesen ist. Kein Erbschein, kein Gerichtsverfahren.
Öffnen
Deine Berechtigten öffnen nur, was du für sie und diese Situation bestimmt hast. Mehr können sie nicht öffnen.
Ein Beispiel aus dem Leben
So könnte deine emna-Konfiguration aussehen
Michael, 52, Unternehmer
Michael hat eine Frau, einen erwachsenen Sohn und führt gemeinsam mit Thomas eine kleine Agentur. Er möchte sicherstellen, dass im Ernstfall jeder genau das bekommt, was er braucht – nicht mehr und nicht weniger.
Seine Berechtigten
Anna
Ehefrau
Max
Sohn, 24
Thomas
Geschäftspartner
Wer bekommt was – und wann?
Bei Tod
| Eintrag | Anna | Max | Thomas |
|---|---|---|---|
|
Abschiedsbrief
|
– | ||
|
Bankzugänge
|
– | – | |
|
Firmenzugänge
|
– | – |
Bei Koma
| Eintrag | Anna | Max | Thomas |
|---|---|---|---|
|
Abschiedsbrief
|
– | – | – |
|
Bankzugänge
|
– | – | |
|
Firmenzugänge
|
– | – |
Das Besondere daran?
Der Abschiedsbrief existiert nur für den Todesfall. Bei Koma bleibt er verschlossen – denn manche Worte sind erst für den endgültigen Abschied bestimmt. Und Thomas kann Michaels private Finanzen in keiner Situation öffnen. Das ist keine Einstellung, sondern kryptographisch erzwungen.
emna ist kein Cloud-Produkt
Du denkst jetzt vielleicht: Noch ein Cloud-Dienst, bei dem meine Daten auf irgendeinem Server liegen. emna funktioniert grundlegend anders.
Deine Daten liegen auf deinem Gerät – verschlüsselt mit deinem persönlichen Master-Passwort. Niemand außer dir kann sie öffnen, nicht einmal wir. Es gibt keinen Login, über den jemand deine Daten abrufen könnte. Keine Web-Oberfläche, kein Dashboard, keinen Download-Button.
Bei der Einlagerung wird aus deinen verschlüsselten Daten eine komplett neue, kryptographische Datenbank erzeugt – jedes Mal frisch, mit eigenen Schlüsseln. Diese Datenbank wird tief archiviert und ist von außen nicht erreichbar. Sie wird erst im Freigabefall bereitgestellt – nachdem ein Anwalt anhand von Urkunden geprüft hat, ob der Ernstfall nachgewiesen ist.
Der Weg deiner Daten
Im Detail
Du erstellst deine Vorsorge
Mit der emna-App legst du fest, was andere im Ernstfall wissen sollen:
- Zugänge & Passwörter: E-Mail, Social Media, Streaming, Online-Banking
- Finanzen: Bankkonten, Depots, Versicherungen, Hinweise, wo deine Zugänge gesichert sind
- Persönliche Botschaften: Videos, Briefe, Wünsche an deine Liebsten
- Dokumente: Vollmachten, Verfügungen, wichtige Verträge
- Geschäftliches: Server-Zugänge, Kundenlisten, Betriebsgeheimnisse
Du entscheidest für jeden Eintrag, wer ihn in welcher Situation lesen können soll.
Deine Daten, in drei Stufen geschützt
Bevor etwas in die Verwahrung geht, durchlaufen deine Daten drei Stufen:
Lokal verschlüsselt
Alles auf deinem Gerät wird mit deinem Master-Passwort verschlüsselt. Selbst wenn jemand dein Gerät stiehlt – ohne Passwort nur Datenmüll.
Kryptographische Neukompilierung
Bei der Einlagerung wird aus deinen Daten eine komplett neue, eigenständige Datenbank erzeugt – mit eigenen Schlüsseln für jede Kombination aus Berechtigtem und Situation. Diese Datenbank hat nichts mehr mit deiner lokalen Datei gemein.
Tiefe Archivierung
Die erzeugte Datenbank wird in Deutschland archiviert. Kein Cloud-Zugang, kein API-Endpunkt, kein Login. Sie kann nur im Freigabefall aus dem Archiv geholt werden – nach menschlicher Prüfung.
Drei Parteien, keiner hat alles
Die Sicherheit von emna basiert auf einer einfachen Idee: Niemand besitzt alle Teile.
Sacom (Betreiber)
Hat: Verschlüsselte Datenbank
Hat NICHT: Schlüssel
Treuhänder (Anwalt)
Hat: Situationsschlüssel
Hat NICHT: Datenbank, Benutzerschlüssel
Berechtigter (Familie)
Hat: Benutzerschlüssel
Hat NICHT: Datenbank, Situationsschlüssel
Situationsschlüssel
Pro Situation (z. B. „Koma“, „Tod“) existiert ein eigener Schlüssel, den ein Anwalt verwahrt. Alleine ist er nutzlos.
Benutzerschlüssel
Jeder Berechtigte (z.B. Ehepartner, Kinder) erhält einen eigenen Schlüssel. Auch er ist alleine wertlos.
Nur die richtige Kombination funktioniert
Situations- und Benutzerschlüssel ergeben nur dann einen gültigen Zugangsschlüssel, wenn du diese Kombination vorgesehen hast. Das ist keine Einstellung, die man umgehen könnte: Hat ein Berechtigter für eine Situation keinen Zugriff, ist die Entschlüsselung kryptographisch ausgeschlossen.
Dieses Prinzip heißt M.I.A.-Verfahren. Es bildet das kryptographische Fundament von emna und ist zum Patent angemeldet. Mehr zur Sicherheit →
Im Ernstfall: Die Freigabe
Tritt eine der Situationen ein, die du festgelegt hast (z. B. Tod, Koma, gerichtliche Betreuung), startet die Freigabe:
-
a
Meldung: Der Ernstfall wird gemeldet.
-
b
Nachweis: Dazu werden die passenden Urkunden vorgelegt (z. B. Sterbeurkunde, ärztliche Bescheinigung, Betreuerausweis).
-
c
Prüfung: Ein Anwalt prüft anhand der Urkunden, ob der Ernstfall nachgewiesen ist – nach dem I.C.E.-Protokoll.
-
d
Freigabe: Ist der Nachweis vollständig, gibt der Anwalt nur den Situationsschlüssel dieser einen Situation frei.
-
e
Bereitstellung: Der Betreiber stellt die verschlüsselte Datenbank per Download-Code bereit. Erst jetzt, nach der Prüfung – vorher ist sie von außen nicht erreichbar.
-
f
Entschlüsselung: Erst beim Berechtigten kommen Datenbank, Benutzerschlüssel und Situationsschlüssel zusammen – dazu eine PIN, die der Anwalt persönlich durchgibt. Kein anderer Beteiligter hat jemals diese Kombination.
Freunde & Familie haben alles, was sie brauchen.
Der Berechtigte erhält genau die Informationen, die du für diese Situation vorgesehen hast. Deine Wünsche werden respektiert, deine Botschaften kommen an, deine Zugänge werden weitergegeben.
Das ist emna: Deine Notfall- und Nachlassvorsorge – sicher verwahrt und genau nach deinen Vorstellungen.
Was, wenn...?
Die Fragen, die du dir jetzt stellst – und unsere Antworten.
Was wenn Sacom gehackt wird?
Ein Angreifer bekommt ausschließlich verschlüsselte Datenbanken. Die Schlüssel liegen nicht auf unserem Server – sie sind beim Anwalt und beim Berechtigten. Ohne beide Schlüssel sind die Daten wertlos.
Was wenn der Treuhänder unehrlich ist?
Der Treuhänder hat nur den Situationsschlüssel. Ohne die verschlüsselte Datenbank (liegt bei Sacom) und ohne den Benutzerschlüssel (liegt beim Berechtigten) ist sein Schlüssel wertlos. Zusätzlich unterliegen emna-Treuhänder als Anwälte der berufsrechtlichen Schweigepflicht.
Was wenn jemand meinen Schlüssel findet?
Ein einzelner Benutzerschlüssel ist wertlos. Er funktioniert nur zusammen mit dem passenden Situationsschlüssel des Treuhänders UND der verschlüsselten Datenbank von Sacom. Alle drei Teile müssen zusammenkommen – ein einzelnes Teil verrät nichts über die anderen.
Der Notfallbereich
Für Situationen, in denen es schnell gehen muss.
Der Notfallbereich ermöglicht einen schnellen Zugriff auf wichtige Informationen – ohne den vollständigen Freigabeprozess durchlaufen zu müssen.
Du legst fest, welche Informationen im Notfallbereich direkt verfügbar sein sollen:
- Medizinische Informationen (Allergien, Medikamente, Blutgruppe)
- Notfallkontakte (Familie, Hausarzt)
- Patientenverfügung / Vorsorgevollmacht
Bereit für deine Notfall- und Nachlassvorsorge?
Sichere dir jetzt deinen Kickstart-Rabatt – dauerhaft, solange dein Abo besteht.